Jugend trainiert für Paralympics

Bundesweite Premiere für Schülerinnen und Schüler aus Rheinland-Pfalz: Teams aus Neuwied und Landau beteiligten sich in Berlin beim Bundeswettbewerb „Jugend trainiert für Paralympics“, der erstmals gemeinsam mit dem Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ stattfand.

 

Sportlerinnen und Sportler aus der Landesschule für Blinde und Sehbehinderte in Neuwied spielten Goalball. Die staatlich anerkannte Christiane-Herzog-Schule mit dem Förderschwerpunkt motorische Entwicklung Neuwied entsandte eine Rollstuhlbasketballmannschaft. Ein Tischtennis-Team war vom Caritas-Förderzentrum St. Laurentius und Paulus in Landau dabei. In Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur unterstützen Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) und Unfallkasse die rheinland-pfälzischen Schulmannschaften.

„Schön, dass die Teams aus Neuwied und Landau das Land Rheinland-Pfalz bei dem Bundeswettbewerb der Schulen vertreten. Da es ‚Jugend trainiert für Olympia‘ bereits seit 1969 gibt, sind die Paralympics-Wettbewerbe die logische Konsequenz und längst überfällig“, sagte Stefan Kölsch, Schulsportreferent der ADD in Koblenz. Begeistert vom Berlin-Start rheinland-pfälzischer Schulen zeigte sich von der Unfallkasse auch Präventionsfachmann Andreas Kosel: „Sport und Bewegung spielen für Menschen mit Behinderungen eine große Rolle. Sie tragen zu Mobilität und Selbstständigkeit bei, ganz abgesehen von den sozialen Aspekten.“ Seine Kollegin Heike Stanowski begleitete an einem Tag den Bundeswettbewerb in Berlin. Sie hob besonders den Sportgeist und die Fairness der rheinland-pfälzischen Sportlerinnen und Sportler hervor: „Ihnen ging es in erster Linie darum, mit dabei zu sein und zu spielen. Ihr sportliches Engagement und ihre Einstellung zum Spiel haben mich begeistert.“ Diese Eindrücke

spiegelten auch der SWR-Fernsehbeitrag und die vielen Wortbeiträge der Akteure aus Rheinland-Pfalz wider.

Stimmen aus den Teams:

„Berlin war ein riesiges Erlebnis für mich – mal erleben zu dürfen, wie es ist, in einer großen Halle mit viel Publikum auf einem richtigen Basketballfeld zu spielen.“

Rollstuhlbasketball 
ist auch eine Disziplin bei den Paralympics. Hier dürfen sowohl Menschen mit körperlicher Behinderung als auch Nichtbehinderte mitspielen. Das Reglement orientiert sich am klassischen Basketball. 

Goalball 
ist ein Mannschaftssport für Blinde und Sehbehinderte. Während des Spiels tragen alle Spielerinnen und Spieler undurchsichtige Brillen. Der Goalball wird durch ein Glöckchen gehört. Der Ball muss ins gegnerische Tor geworfen werden.

Kontakt

Unfallkasse Rheinland-Pfalz
Orensteinstr. 10
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