Empfang mit Minister Lewentz – Sport: hervorragende Möglichkeit für Inklusion und Integration

Das Thema Inklusion stand im Mittelpunkt eines Empfangs mit Roger Lewentz, Minister des Innern, für Sport und Infrastruktur, zu dem die Unfallkasse Rheinland- Pfalz eingeladen hatte. Anlass war der Dokumentarfilm „GOLD – Du kannst mehr, als du denkst“, der von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) initiiert wurde.

Gruppenfoto zum Empfang in der Unfallkasse Rheinland-Pfalz: von links: Bürgerbeauftragter Dieter Burgard, Minister Roger Lewentz, UK-Geschäftsführerin Beate Eggert, Landrat Günter Kern, SPD-Landtagsabgeordneter Marc Ruland, Tanzpaar Sabine Bergmann und Helmut Wahl

„In dem Film geht es auch um die Bedeutung des Sports für die Rehabilitation verunfallter und behinderter Menschen“, erläuterte eingangs Landrat Günter Kern, Vorsitzender der Vertreterversammlung der Unfallkasse. Mit sportlichem Tanz als Spitzenleistung beeindruckten in Andernach auch die Rollstuhlfahrerin Sabine Bergmann und ihr Partner Helmut Wahl, bevor Minister Lewentz sich mit der Frage beschäftigte, wie unsere Gesellschaft mit Inklusion umgeht.

„Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der man sich zu stellen hat, sei es in Vereinen, Kommunen oder Einrichtungen wie der Unfallkasse“, so Lewentz. In diesem Zusammenhang dankte er der Geschäftsführung, Beate Eggert und Manfred Breitbach, für das Engagement und die Sensibilisierung für dieses Thema. „Wie setzen wir Inklusion in unseren Sportvereinen um? Wie gehen wir in unseren Schulen damit um? Auch mit Blick auf die demografische Entwicklung gewinnt Inklusion immer mehr an Bedeutung. Gerade der Bereich Sport bietet gute Möglichkeiten, auch im Bereich der Integration“, betonte Lewentz und verwies auf die 6.300 Sportvereine in Rheinland- Pfalz. „Sport ist eine hervorragende Möglichkeit, wieder körperlich fit zu werden, zum Beispiel, wenn man nach einem Unfall eine Behinderung hat. Über Sport kann man den Weg zurück in die Gesellschaft finden“, hob Minister Lewentz hervor.

Jedoch müsse man sich auch fragen, ob die Sportstätten entsprechend geeignet und barrierefrei seien. „Wir müssen mit Blick auf Inklusion auch über neue Ausbildungswege für Übungsleiter sprechen und Barrieren in Köpfen abbauen“, appellierte der rheinland- pfälzische Innenminister. „Wir haben uns verpflichtet, den Weg zu gehen, und wir werden ihn gemeinsam gehen im Sinne der Gleichberechtigung aller Menschen.“

Das Ministerium des Innern, für Sport und für Infrastruktur und die Unfallkasse planen mehrere gemeinsame Projekte zur Förderung von Inklusion. Die Unfallkasse unterstützt unter anderem das Projekt „Jugend trainiert für Paralympics“ und erarbeitet in Kooperation mit dem rheinland-pfälzischen Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur sowie mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz (ADD) Inklusions-Aktivitäten für Schulsport und Schule. So ist zum Beispiel beabsichtigt, paralympische Disziplinen bei Schulsportfesten vorzustellen.

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung hat den Film GOLD mitinitiiert, weil er auf außergewöhnliche Weise Inklusion zum Thema macht.

Menschen mit einer Behinderung die größtmögliche gesellschaftliche Teilhabe zu gewährleisten, ist eine der Leitlinien der gesetzlichen Unfallversicherung. Das gilt für die tagtägliche Arbeit mit Versicherten, die nach einem Arbeitsunfall oder einer Krankheit wieder ins Arbeitsleben eingegliedert werden sollen. Grundlagen sind verankert im Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung, den die gesetzliche Unfallversicherung vor Kurzem verabschiedet hat. 

Kontakt

Unfallkasse Rheinland-Pfalz
Orensteinstr. 10
56626 Andernach
Telefon: 02632 960-0